Elektroauto

Hier erfährt Ihr etwas über meinen Tesla
Stand:
Dienstag, 24. November 2020 18:56:11


Elektromobilität mit Tesla Model S P85D (2015)

Das Tesla Logo.
Kein T sondern ein Bestandteil eines Elektromotors

So ist das Teslafieber gestiegen

Anno 2016 wurde ich an einem Geschäftsanlass der Jactronic AG von Severin Lüscher eingeladen mit seinem Tesla fahren zu dürfen. Als Computerfreak begeisterte mich vorerst das grosse, mittige Display des Model S. Aber nach der Probefahrt über den Böhler und der Demonstration des Autopiloten war es dann um mich geschehen. Mein neues Traumauto war weder Ferrari noch Lamborghini, sondern das Tesla Model S.
Finanziell war dies jedoch für mich zu dieser Zeit kaum zu finanzieren, und als Geschäftsauto kam ein so teures Auto auch nicht in Frage.

Also fuhr ich der Umwelt zu liebe weiterhin meinen sparsamen Toyota Prius Hybrid, der zweifelsohne ein sehr sparsames, und zuverlässiges Auto war.

Später wechselte ich auf einen grösseren Toyota RAV4 Hybrid, der leider die ökologischen Erwartungen nicht ganz erfüllte:  Anstatt der angegeben 4.9l benötigte dieser locker gegen 7.5l Benzin auf 100 km.

In meinen Augen war der Verbrenner bereits 2016 ein Auslaufmodell. Der hohe Verbrauch des Toyota Rav4 hat mir gezeigt dass auch trotz viel Hightech der Hybrid viel zu viel Treibstoff verbraucht. Ich träumte weiter von einem immer noch unbezahlbaren Tesla Model S.

2017 Installierte ich auf unserem Haus eine Solaranlage. Damit kann ich meinen Jahresenergieverbrauch über das Jahr gesehen aus Erneuerbaren Energien selber herstellen. Nur der durstige Toyota war mir da noch ein Dorn im Auge. Also bestellte ich einen Tesla Model 3, der bezahlbar war.
Je näher der Termin der Auslieferung rückte, um so unsicherer wurde ich beim Model 3. Das "kleine" Display in der Mitte, kein Display vor dem Lenkrad und die kleine Kofferraumluke, überzeugten mich nicht.

Also begann ich, mich nach einem gebrauchten Model S umzusehen. Anfang 2019 hatte ich dann ein passendes Model S von 2015 mit 95'000Km gefunden.
Seit März 2019 fahre ich also meinen Tesla Model S P85D

 

Das Tesla Cockpit
Seit 2012 immer noch Modern und schnörkellos

Licht und Schatten

Es gibt bei Tesla eine verschworene Gefolgschaft. Die Teslafahrer grüssen sich beim kreuzen mit Handzeichen, wie dies auch die Motorradfahrer tun.
Selten hört man von einem Teslafahrer schlechtes von seinem Auto. Obwohl es da einiges negatives zu berichten gäbe...

Ich bin kein "richtiger" Tesla-Jünger. Aber ich bin der Meinung dass Tesla bei der Technik den anderen Herstellern um Jahre voraus ist. Die Ladestationen von Tesla (Supercharger) sind seit Jahren in Betrieb währenddem die Konkurrenz diesen Sommer (2020) die ersten öffentlichen Schnellladestationen in der Schweiz in Betrieb nimmt. Am 29.06.2020 wurde die erste auf einem A2 Rastplatz mit 150kW eröffnet.

Ich lade aber selten am Supercharger (DC-Ladung) obwohl ich mit meinem "alten" Tesla noch gratis laden kann. Das Schnellladen ist für die Akkus nicht sonderlich schonend und eigentlich nur für Langstrecken gedacht. Ich lade meine Akkus daher lieber mit meinem überschüssigen Solarstrom sanft und langsam. So lebt er am längsten und ich belaste das Stromnetz kaum.


Mein Frontkofferraum
Laden ist fast überall möglich dank Adaptern

Meine Fahrten

Viele Leute haben das Gefühl mit einem Elektroauto käme man nicht weit und haben Reichweitenangst. Diese ist unbegründet. Am Anfang muss man sich etwas daran gewöhnen, Dass nach dem Tanken (Laden) nicht 500 km, sondern effektiv nur etwa 350 km zur Verfügung stehen. Aber der Tesla navigiert einen sehr zuverlässig und leitet einen automatisch zur nächsten Ladestation falls Energie benötigt wird.

Pendeln:
No Problem: Ich Pendle zwischen Wohnort und Arbeitsort und kann meinen Tesla bei gutem Wetter meistens zuhause mit überschüssigem Solarstrom laden.
Bei schlechtem Wetter im Winter muss ich dann aber doch ab und zu den Tesla über Nacht mit Niedertarif aufladen oder lade selten in Oftringen am Supercharger.

Langstrecke:
Wir waren mit dem Tesla in München/Nürnberg ohne Probleme
Wir reisten nach Wien und zurück ohne Probleme
Und machen Ferien in der Toscana mit lokalen Ausflügen ohne Probleme.

Notladung:
Notfalls kann der Tesla an einer normalen 230V Steckdose über Nacht fast zur Hälfte geladen werden. Die notwendigen Kabel sind bei mir immer im Frunk (Front-Kofferraum) mit dabei.
 


Sportliches Aussehen

Mir gefällt mein Tesla. Mit 21 Zoll Originalfelgen

Macht Freude:

Der Tesla S macht viel Freude: Zuerst einmal sieht er optisch einfach schön aus. Seine stromlinienförmige Form ist klassisch und zeitlos. Die 20 Zoll Felgen mit den roten Bremssätteln wirken sehr sportlich.
Beim Einsteigen in das morgendlich vorgewärmte Auto läuft bereits meine Lieblingsmusik auf Spotify im Auto. Lautlos gleite ich auf dem Quartier um dann Ausserorts seine volle Kraft zu geniessen. Für unebene Strassen kann ich die Federung anheben. Dies merkt sich der Tesla beim nächsten mal und hebt das Auto dann selber an.
Der Hundemodus erlaubt es, den Hund im Auto zu lassen. Die Klimaanlage kühlt das Auto auf hundefreundliche 22 Grad.
Immer wieder spass macht das Strom geben. Mein Tesla beschleunigt ohne Lärm sehr zügig in ca. 3 Sekunden von 0 auf 100. Dies fühlt sich fast an wie im Europapark auf der BlueFire (2.5s auf 100km/h) an. Beim Bremsen sollte man etwas vorausschauend sein, dann wird die Energie wieder zurück in die Akkus geladen (Rekuperation) statt wie bei anderen Autos an der Bremsscheibe verheizt. Auch in Kurven macht das Fahren Spass. Ein tiefer Schwerpunkt dank Akkus im Unterbau verhilft zu einer Bodenhaftung wie bei einem Go-Cart.
Wenn einem das Fahren zu lästig wird, kann man Ausserorts und auf Autobahnen den Autopilot fahren lassen. Dies ist sehr entspannend.
Erst ab ca. 120 km/h wird der Tesla aufgrund von Abroll- und Windgeräuschen etwas lauter, wenn auch in einem angenehmen Rahmen.
Fahrtechnisch liegt das Model S in der sportlichen Oberklasse.
Platztechnisch bietet er Platz wie ein Kombi (1800l).
Energetisch ist er in der Energieklasse A also dank gutem Cw-Wert recht sparsam.
Beim Beschleunigen auf dem Niveau eines Supersportlers wie Porsche und Ferrari.
Bei einem kleinen Problem kam ein Tesla-Ranger zu mir nach Hause und hat eine defekte LED ersetzt sowie eine kostenlose Airbag-Abänderung bei mir vor der Haustür durchgeführt.
Das Auto wird übrigens laufend automatisch aktualisiert. So kommen immer wieder neue coole Funktionen zu den bestehenden hinzu. Somit bleibt das Auto immer aktuell.
Vorgeschriebene Serviceintervalle gibt es keine. Bei Problemen wird vieles gleich "online" oder per Updates gelöst.
Akku und Motoren funktionieren trotz hohen Belastungen bisher einwandfrei.
 


Viel Platz
Im Heck hat der Tesla sehr viel Platz

Macht Ärger:

Autopilot:
Also der Autopilot verdient seinen Namen nicht ganz. Man darf auch während dem der Autopilot aktiv ist, das Steuer nicht loslassen und muss weiterhin den Verkehr beobachten.
Denn falls der Autopilot nicht mehr weiter weis, übergibt er das Fahren unter lautem Gepiepe null Komma nichts wieder dem menschlichen Piloten.
Zudem hat er öfters mühe mit dem lesen der Geschwindigkeitsschilder, so kann er mal behaupten es sein 30, obwohl 80 erlaubt, und bimmelt dann sehr nervig.

Service:
Ganz miese Sache: Die nächste Werkstatt ist 60 km weit entfernt. Anrufen kann man da nicht, sondern nur Termine via App vereinbaren. Die Wartezeit auf einen Termin ist oft recht lange. Zudem scheinen einige Teile bei Tesla recht liederlich produziert zu sein (Türgriffe, Gummidichtungen, Halteclips, Airbags, MCU). Auf gewisse Ersatzteile muss man dann noch monatelang warten, da diese nur in den USA an Lager sind und mit dem Schiff nach Europa kommen. Ärgerlich ist bei mir, dass vor allem immer nur "Kleinkram" kaputt geht. Fahren tut er bisher immer. Meine Servicebesuche bisher:
1x Service (war noch Gratis), mit LTE Upgrade für CHF 300.-
3 x wegen defekten, elektrischen Türgriffen. Durch "bessere" Ersetzt je CHF 600.-
4 x wegen defektem Autopilot - Musste neu kalibriert werden. je ca. CHF 300.-. Schlussendlich war die Spur verstellt.....
1x neues Fahrerdispay CHF 1650.-
1x CCS Upgrade CHF 300.-
3 x wegen defekter Dachdichtung beim Dachfenster KV: CHF 1500.- (noch in Arbeit..)
Total ungeplante Kosten in eineinhalb Jahren und 40'000 Km  ca. 4500.-

Offene Defekte (Reparatur geplant / noch offen):
- Dachfensterdichtung:
 
lautes Windgeräusch seit Reparatur

Autowäsche:

Tesla verbietet das Verwenden von Autowaschanlagen. Also muss man das Auto von Hand oder mit kontaktlosen Waschanlagen (Waschboxen) selber waschen. Ansonsten droht Garantieverlust.

Klapperkiste:
Da der Tesla vom Elektroantrieb her eigentlich sehr leise ist, nerven Nebengeräusche besonders. Bei mir Klapperte mal eine Türverkleidung, mal der Dachhimmel oder dann knarzt der Fahrersitz. Dies nervt.
Dies ist bei Audi, Mercedes usw. dank der besseren Verarbeitung viel besser. 

Pneuverschleiss:
Der permanente Allradantrieb und die gute Leistung zollen bei den Reifen Ihren Tribut. Man benötigt teure Reifen, die dann auch relativ wenig Kilometer halten.
Allerdings ist dies Systembedingt und kein eigentliches Tesla-Problem.

Vampir-Verbrauch
Abends zeigt der Tesla geladen 80% an. Am nächsten Morgen sind aber 1% der Ladung (ca. 1kWh) verschwunden. Um den Tesla Online zu halten benötigt er also recht viel Strom. Es gibt einen funktionierenden Energiesparmodus. Doch dann muss man nach dem Einsteigen ins Auto etwas Warten bis das System aufgestartet ist.

Winterschwäche:
Da das Model S noch nicht über eine Wärmepumpe verfügt, kostet das Heizen gerade im Winter viel Energie. Wegen den tiefen Temperaturen funktioniert auch die Rekuperation auf den ersten kilometern nicht voll. Die Reichweite beträgt im Winter daher etwa einen drittel weniger als im Sommer.
Ich kann dies etwas abschwächen indem ich das Auto über Nacht an der Steckdose lasse und morgens mit Strom aus dem Netz vorheize.


Tesla Wallcharger
Damit lade ich meinen Tesla direkt ab Solaranlage oder Netz

Oekologie/Politik

Ich will hier gar nicht viel diskutieren. Meine Meinung ist folgende:
Es gibt viele Elektroautogegener die Argumentieren mit Themen wie "grauer Energie", Raubbau von Kobalt, Lithium ist gefährlich usw. Dies mag zu einem kleinen Teil für Elektroautos stimmen.
Dies ist für mich aber das viel kleinere Übel, als den Schurkenstaaten überhaupt Oel abzukaufen und dies sinnlos zu verbrennen (im Auto oder in der Heizung). Erst dadurch und dessen Geld wird diesen Schurken der Kampf gegen unsere westlichen Werte ermöglicht. 
Ich finde, wenn ich mein Elektroauto mit Sonnenenergie vom eigenen Dach lade, dann kaufe ich den Saudis, Iranern, Irakern usw. kein Öl ab finanziere diese also nicht, belaste das Stromnetz kaum und fahre so CO2 neutral wie möglich.
Mein Geld fliest in westliche Firmen mit westlichen Ansichten und dass ist doch gut so!
Die Akkutechnik wir immer besser und sicherer. So wir es bald Akkus geben die nicht mehr brennen können. Zudem wird die Kapazität laufend vergrössert.
Die alten Akkus können in Speicheranlagen weiterverwendet werden.

Wasserstoff hat aus meiner Sicht noch kein Zukunftspotential. Die Herstellung von Wasserstoff benötigt viel zu viel Primärenergie. Zudem sind Wasserstoffautos wiederum komplexe Gebilde, welche anfällig sind und Service benötigen (Tanks, Brennstoffzelle)


Zuhause am Laden
Zuhause einfach einstecken. Keine Tankstelle mehr nötig

Ausblick

Als ehemaliger Toyota-Fahrer waren wir Werkstattbesuche fremd. Meine Toyotas haben mich jahrelang nie im Stich gelassen. Daher nervt mich der miese Service und die häufigen ungeplanten Werkstattbesuche von Tesla ganz besonders. Zumal die Werkstattstunde mit 210.- extrem teuer ist.
Als kleiner Trost hat Tesla bei jeder Reparatur "bessere" also aktualisierte Teile, sogenannte Retrofit eingebaut. Zwischenzeitlich habe ich in der Nähe mit der Firma Flückiger AG in Rothrist einen Tesla-Bodyshop gefunden der sehr gut und zuvorkommend arbeitet.
Technische Probleme muss aber leider nach wie vor ein Tesla Servicecenter machen.
Dennoch macht es jeden Tag Freude in ein solch modernes, sportliches Auto einzusteigen.
 

VW ID3: Finde ich recht Cool
(Foto: Von Alexander Migl)

Konkurenz

Ich habe wegen dem schlechten Tesla Service bereits einige andere Elektroautos angeschaut und auch gleich zur Probe gefahren. Fazit: Bis jetzt konnte kein anderes Auto dem Tesla nur annähernd das Wasser reichen.

Der EQC ist zu teuer, zu träge zu schwer und braucht zu viel Energie.

Der Audi eTron 50 ist zu lahm, rekuperiert mit dem Gaspedal zu wenig und die Aufpreisliste ist endlos. Daher haben wir noch den e-Tron 55 S gefahren, aber auch dieser ist in Vergleich zum Tesla zu träge und zu teuer. Zudem sind bei Audi Optik und Bedienung genau so altmodisch wie bei den Verbrennern. Top: Das HUD und die Qualität der Verarbeitung

Beim Jaguar iPace EV400 S gefällt mir die Front nicht, er hat einen zu hohen Verbrauch und er ist technologisch veraltet.

Der Honda E ist kultig und cool. Er kommt aber mit einer Akkuladung keine 200 km und kostet fast so viel wie ein Tesla Model 3. Zudem ist er vom Fahrgeräusch her recht laut.

Beim VW ID3 war ich positiv überrascht. Ein schnittiger, spritziger und sehr wendiger Flitzer.
Auch gute Reichweite. Sogar der Warnton für die Fussgänger klingt cool. Das Design ist modern, wirkt aber etwas billig. Den ID3 könnte ich mir als Zweitauto durchaus vorstellen.

Tesla Model 3: Das Auto macht spass, ist sportlich, sieht gut aus und hat eine super Reichweite. Für mich ist der Kofferraum leider viel zu klein und mir fehlt als Fahrer das Display in der Front oder auch ein HUD.

Das aktuelles Model S (2021) setzt gegenüber meinem in den Punkten Fahrwerk und Leistung nochmals einen drauf. Das Adaptive Fahrwerk ist der Hammer. Es filtert Bodenunebenheiten einfach elektronisch aus der Fahrbahn.
Zudem ist er noch etwas sportlicher, lädt noch etwas schneller und hat einen aktuelleren Autopilot als mein Model 2015.

Falls möglich möchte ich noch einen Polestar 2 Probe fahren, auch wenn dieser leider aus China kommt.

Und da wären ja dann 2021 viele Neuerscheinungen. Von Tesla käme das Tesla Model Y. Der sieht für mich aber aus wie Moby Dick..:-)- Mal schauen.

Ich bleibe daher wohl noch etwas beim Model S.


Immer noch besser...
Die Modelle von Tesla werden immer noch besser....

Probefahren mit meinem Tesla

Als Fan der Elektromobilität freue ich mich auf jeden, der ein Elektroauto fahren möchte.
Wer noch nie in einem Tesla fahren konnte, sollte dies unbedingt tun. Dies ist bei Tesla etwas umständlich und nicht gerade um die Ecke.

Wer dies gerne möchte, der kann sich daher auch bei mir melden. Ich biete gerne eine begleitete Probefahrt mit meinem Tesla Model S P85D (2015) an. Das Auto ist Vollkaskoversichert....

Telefon 062 721 23 51 oder per Email.

Kommentare oder Anregungen bitte in das Gästebuch